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Aus dem Newsletter vom 03. Mai 2010

Wenn die Wellen höher schlagen

Feierabend -
darunter versteht jeder von uns
etwas ganz anderes.

Wenn einige ihren Arbeitsplatz verlassen
und die Freizeit beginnt.
Fahren andere nach Hause,
es bleiben auf dem Weg das Handy
oder das Blackberry
selbstverständlich eingeschalten,
nicht selten checken diese
später ihre Mails
am heimischen Laptop.

Umfassende Erreichbarkeit
fordern mittlerweile viele Arbeitgeber.

Jedoch verschwimmen die klaren Grenzen
zwischen Erholung und Job
immer mehr.
Auch unser Körper weiß inzwischen nicht mehr so genau,
wann er sich im Aufnahme-
und wann er sich im Abschalt-Modus befindet.

Ein Beispiel:
Als Peter, 34,
im Frühjahr 2008 die Zusage
für die neue Stelle bekommt,
macht er vor Freude
die halbe Nacht kein Auge zu.

Der PC-Spezialist
soll ab sofort
für einen großen Konzern
internationale Organisationstrends
recherchieren.

Das bedeutet
Reisen zu alle Top Messen,
kein langweiliger nine-to-five Job mehr,
sondern spannende Kontakte
rund um den Globus.

Zwölf Monate später
liegt er wieder nachts wach.
Diesmal allerdings nicht aus Freude.

Obwohl ihm die Arbeit
wie erwartet
riesen Spaß macht,
fällt es ihm seit einiger Zeit
immer schwerer,
abends einzuschlafen.

Gesichter, Zahlen und Bilder
schwirren in einer bunten Endlosschleife
durch seinen Kopf,
der zur gleichen Zeit hellwach
und hundemüde ist.
Es ist weit nach Mitternacht,
als Peter endlich zur Ruhe kommt.

Zu kaputt,
um aufzubleiben,
zu hibbelig,
um zu schlafen –
Peter ist nicht der Einzige,
der sich nachts
mit diesem Problem herumwälzt.

Knapp ein Drittel aller Deutschen
haben laut Schätzungen
Probleme mit dem Ein-
und Durchschlafen,

und in den meisten Fällen
sind berufliche Gründe
der Auslöser.

Denn unser anstrengender,
moderner Arbeitsalltag
hält uns auch Nachts
oft noch in Atem.

Immer mehr Reize
und immer weniger Pausen
führen dazu,
dass bei vielen Menschen
die mentale Festplatte
abends noch so randvoll ist,
dass es ihnen schwer fällt
gedanklich loszulassen:
„Auch längere und intensivere Träume
sind ganz typisch
für solche Stresszeiten“,
sagt Business Coach Gabriele Zienterra.

Die gute Nachricht:
Weil viele Schlafprobleme
tagsüber entstehen,
können wir relativ leicht vorbeugen,
indem wir Stressfallen
rechtzeitig ausweichen.

Um Nachts optimal zu reagieren,
ist es beispielsweise wichtig,
im Büro regelmäßig Auszeiten einzubauen,
in denen der Geist kurz Pause machen kann.
Am besten alle 90 Minuten,
zumindest aber alle vier Stunden,
haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt.

Auch das viel propagandierte „Powernapping“,
das Nickerchen zur Mittagszeit,
ist laut Expertin
kein moderner Modetrend,
sondern eine sinnvolle Art
der Erholung.
Entscheidend ist allerdings,
dass der Minischlaf nicht länger
als 10 bis 30 Minuten dauert.

Rauf aufs Fahrrad,
rein in die Joggingschuhe
oder rüber ins Yoga-Loft
heißt es dann am frühen Abend.

Denn wer den ganzen Tag
geistig aktiv war,
tut mit einer Runde Bewegung
nicht nur seinem Körper,
sondern vor allem
auch seinem Kopf einen großen Gefallen.

Als sanfte Sportart
zählt in diesem Falle
sogar das Spazierengehen.
Es hat sich bestätigt,
dass Leute,
die täglich eine Meile oder mehr
zu Fuß zurücklegen,
deutlich weniger Schlafprobleme haben.

Also den Feierabend nicht gehetzt,
sondern locker anzugehen,
lohnt sich doppelt.
Denn wer nachts
nicht stundenlang
nach der perfekten Stelle
auf dem Kopfkissen sucht,
ist am nächsten Tag im Job
einfach zu mehr fähig,
und das haben zahlreiche Experimente
bewiesen.
Man ist nicht nur konzentrierter
und kreativer,
auch das Gedächtnis arbeitet wesentlich besser.

Eine Studie zeigt sogar,
dass Menschen,
die sich nachts optimal erholen,
auf der Karriereleiter
besonders schnell und weit
nach oben gelangen.


Dass es trotz aller Bemühungen
immer mal wieder Phasen gibt,
in denen wir besonders angespannt sind
und deshalb nicht richtig zur Ruhe kommen,
ist nichts ungewöhnliches.

Eine wichtige Konferenz steht an,
und prompt starren wir
bereits um 4:35 Uhr
hellwach auf die Digitalanzeige
unseres Radioweckers?

Es gibt Reibereien
mit einem Kollegen,
und wir liegen abends
grübelnd unter der Decke?

Ganz normal
wie die Tatsache,
das sich Herausforderungen
und Probleme,
denen wir tagsüber
noch auf Augenhöhe
begegnet sind,
sich zu monströser Größe aufblasen,
sobald das Licht ausgeht.
„Nachts erscheinen uns Sorgen
automatisch viel gravierender,
weil in dieser Zeit
jeder Mensch von Natur aus
ein Stimmungstief durchmacht“,
erklärt die Expertin.

Für diese Minidepression
ist allein unser Biorhythmus
und die Hormonkonzentration
in unserem Körper verantwortlich.
Wenn wir uns dieses biologische Phänomen
im Akutfall bewusst machen,
dürfte allein dadurch schon mal einige Monster
von der Bettkante vertrieben sein.

Auch die mangelnde Erholung
muss uns nicht sofort
in Panik versetzen.

Zienterra vertritt die Meinung,
dass wir eine weniger erholsame Nacht
durchaus wegstecken können,
ohne am nächsten Tag
durch stark eingeschränkte Aufnahmefähigkeit aufzufallen.
Erst auf Dauer knabbere
ein ständiges Minus
auf unserem Schlafkonto
an unserer Leistungsfähigkeit.

„Zur Ruhe kommen,
bevor wir zur Ruhe gehen“,

das ist laut Zienterra
ein entspanntes
Ein- und Durchschlafen.
Helfen kann dabei
auch ein individuelles
Einschlafritual.

Das muss keine aufwendige Zeremonie sein –
bei Peter ist es beispielsweise
nur ein simpler Knopfdruck.
Jeden Abend,
meistens zwischen neun und zehn Uhr,
knippst er sein geliebtes i-Phone aus.
Ganz bewusst.

„Ausschalten?“
Ja,
Freunde, Verwandte, Kollegen,
sie alle werden jetzt von dem freundlichen
Herrn „Temporarily not available“
abgewimmelt.
Auch der Laptop
verschwindet in seiner gepolsterten Tasche.
„Es mag sich komisch anhören,
aber das ist inzwischen ein unverzichtbares Ritual für mich“,
erzählt der 36-Jährige,
„Selbst wenn ich erst gegen Mitternacht
ins Bett gehe,
brauche ich schon einige Zeit vorher das Gefühl:
Der Tag ist vorüber.
Ich bin nicht mehr zuständig.
Kopf und Körper können jetzt langsam herunter fahren.

Welche persönlichen Einschlafmittel
wir nun wählen,
ist letztendlich Geschmackssache.
Ob wir uns einen schönen Schmöker
auf CD vorlesen lassen
oder wir uns zur aktuellen Folge von „Grey´s Anatomie“
aufs Sofa kuscheln,
ob wir uns ein heißes Bad einlassen,
oder uns einen Beruhigungstee kochen –
egal.

Hauptsache,
es hilft dabei,
sanft von Tag-
auf Nachtmodus
umzuschalten,
um zur Schlafzeit
entspannt abzuschalten.
Damit der Feierabend wieder wird,
was er mal war.

Aus dem Newsletter vom 10. März 2010

Facetten der inneren Balance.
Der Umgang mit sich selbst.

Herzlichen Glückwunsch!
„Endlich weiß ich,
was ich will.“

„Ich mache im Job das Beste
aus dem,
was ich kann?“
„Wo stehe ich?“
Und wie geht’s weiter?

Mit Unterstützung
von Gabriele Zienterra,
zertifizierter Coach,
Inhaberin der Coaching-Akademie
Bornheim bei Bonn,
feilen ein junger Mann
und eine junge Frau
an ihrem Profil.

In seinem ersten Coaching-Gespräch
mit Frau Zienterra
wirkt Albert Stein
nicht wie ein junger Kreativer,
der weiß, was er kann -
sondern unsicher und
fast ein wenig verzagt.

„Ich mache gerade ein Praktikum
in einem großen Verlag,
das ist echt spannend
und macht viel Spaß.
Aber was daraus wird,
weiß ich nicht“,
sagt Albert Stein.

In den letzten zwei Jahren
hat er sich für
unterschiedlichste Jobs beworben.
Aber mit einer festen Stelle
hat es nie geklappt.
Er weiß nicht
was er tun soll,
um endlich einen Job zu finden,
der seinen Qualifikationen entspricht
und auch entsprechend bezahlt wird.

„Sie nehmen die Absage persönlich?“
fragt Beraterin Zienterra.
Albert Stein nickt.
Was soll er auch sagen?
Einerseits weiß er ja,
was er alles kann.
Andererseits bekommt er nie
die Chance,
das zu zeigen.
Die vielen Absagen
tun ihm weh,
machen ihn hilflos.

„Sie haben sich mit allem,
was Sie können,
auf sehr viele
sehr unterschiedliche Jobs beworben“,
stellt die Coaching-Expertin fest.
Im Prinzip mache Albert Stein
alles richtig.
Trotzdem schlägt sie vor,
von der Rolle des Universalgenies
Abschied zu nehmen.
„Solange Sie sich mit
einem großen Bauchladen anbieten,
überlassen Sie den anderen
die Wahl,
ob sie zugreifen oder nicht“,
sagt die Expertin,
„aber in der krisengeschüttelten
Medienbranche
gibt es gerade keinen festen Job,
also kann auch niemand zugreifen.“
Nicht gerade ermutigend.

Trotzdem ist Albert Stein erleichtert.
Es tut gut,
von einer erfahrenen Beraterin
zu hören,
dass er nicht alles
falsch gemacht hat.
Das manche Firmen
Stellen nur fürs Image inserieren
und nicht,
weil sie sie auch
tatsächlich besetzen wollen.
„Da kann ich
im Nachhinein manche Absage
neu einordnen“,
sagt der 30-Jährige.

Doch wie soll es jetzt weitergehen?
Was kann er tun?
„Nehmen Sie
die aktuellen Bedürfnisse der Branche
unter die Lupe und
reagieren sie mit speziellen Angeboten,
statt alles Mögliche anzubieten“,
sagt Gabriele Zienterra
und schlägt vor,
ein Kompetenz-Profil
zu erarbeiten.

Beim Zusammentragen
seiner Fähigkeiten,
Stärken und Erfahrungen
wird Albert Stein klar,
wie viel er kann.
Im Praktikum
erfährt er auf Nachfrage,
dass er in der Abteilung
für seine professionelle,
zuverlässige
und schnelle Arbeit
sehr geschätzt wird.

Das zu hören tut gut.
Auch ein Zienterra-Seminar
im Landhaus in Bornheim bei Bonn
bringt ein gutes Stück voran,
denn das Zienterra-Team
zeigt ihm,
wie er seine freundliche
und natürliche Ausstrahlung
unterstreichen
und kompetenter
auftreten kann.

Das Training
zur Erhaltung der Widerstandsfähigkeit,
um in Krisen flexibel,
ausgeglichen und weniger ängstlich
zu reagieren.

Zusätzlich in individuellen Einzelgesprächen,
kompetentes Feedback
Lob im Praktikum
und die Tipps der Job-Expertin-
„das alles zusammen hat mir einen Kick gegeben“,
sagt Albert Stein.

Er beschließt,
einen Coach der Zienterra Coaching Akademie
als Begleiter und Coach zu buchen.
Er plant,
solange er noch keinen festen Jobs hat,
sich mit Dienstleistungen
für Digital- und Printmedien zu beschäftigen,
seine Promotion zu beginnen
und sich selbständig zu machen.
„Ich möchte mich mit
maßgeschneiderten Angeboten
an verschiedene Kunden wenden“,
sagt er.

„Das Beste daran ist,
dass ich mich jetzt
nicht mehr mit Absagen
quälen muss,
sondern endlich
durchatmen kann.
Mir war nicht klar,
wie viel in mir steckt.“
Ein paar Wochen später
arbeitet Albert Stein
an seinen ersten Aufträgen.

„Jetzt weiß ich endlich,
was meine besondere Kompetenz ausmacht.“


Angelika Nikivor
hat viele Jahre als Projektleiterin
in einem renommierten
Berliner Architekturbüro gearbeitet.
Seit drei Jahren
ist sie Freiberuflerin.
„Überstunden,
Nacht- und Wochenendarbeiten
ließen sich nicht mehr
mit meiner Vorstellung
von einem guten Familienleben
vereinbaren“, sagt sie.
Ihr Mann arbeitet seit fünf Jahren in Aachen.
Das heißt:
Von Montag bis Freitag
bewältigt sie den Haushalt,
die Erziehung der Kinder
und den Job
mehr oder weniger allein.
„Meine Projekte sind kleiner
und überschaubarer geworden“,
sagt die 46-Jährige,
„ich mache vor allem
Mieterraumplanung,
mal einen Wintergartenanbau
oder die Einrichtung eines Ferienhauses.“

Manchmal hat sie Sehnsucht
nach größeren Projekten.
Wenn sie allein unterm Dach sitzt
und arbeitet,
fehlt ihr die kreative Herausforderung,
der Austausch im Team.

Jetzt, wo die Kinder
selbständiger werden,
denkt sie wieder öfter
an ihre beruflichen Wünsche.
Wie könnte es weitergehen?
Um sich darüber klar zu werden,
wendet sich Angelika Nikivor
an einen Coach der Akademie.

„Vielleicht könnte ich wieder
in einem großen
Architekturbüro arbeiten“,
überlegt sie im ersten Coaching-Gespräch
und erzählt,
dass die sich
vor Kurzem als
„Auditorin für Nachhaltiges Bauen“
qualifiziert habe,
um bessere
Wiedereinstiegschancen
zu haben.
„Dann werde ich meine verschiedenen
berufliche Kontakte wieder aktivieren“,
Netzwerkbildung lautet das Stichwort,
welches dem Coachee bewußt geworden ist.

Angelika Nikivor wird aktiv,
besucht eine Fachtagung
und einige Messen,
trifft sich zum Mittagessen
mit ehemaligen Kolleginnen
und Kollegen,
geht zu einem Sommerfest,
hört sich überall um.
Und sie denkt darüber nach,
was für sie selbst „gute“
Architektur bedeutet.

Einen Monat später,
beim zweiten Coaching-Termin,
setzt sich Angelika Nikivor
mit ihrem beruflichen Selbstverständnis auseinander:
Ist sie eher die kreative,
qualitätsorientierte Architektin
oder doch die Expertin
für nachhaltiges Bauen,
die sich hervorragend
mit komplizierten Paragrafen
und Vorgaben auskennt?
Ein wichtiger Klärungsprozess-
und das Ergebnis überzeugt
Angelika Nikivor.

„Nach dem Sortieren
meiner Ideen und Pläne
weiß ich plötzlich,
dass es eigentlich
genau die Mischung ist,
die meine besondere Kompetenz ausmacht.
Einerseits bin ich kreativ
und habe hohe Ansprüche
an gute Architektur,
andererseits einen klaren Sinn
für Wirtschaftlichkeit
und Effizienz.

Doch was bedeutet das
für ihre berufliche Zukunft?

Ihre Recherchen in der Branche
haben ergeben,
dass sich an den
familienfeindlichen Arbeitsbedingungen
leider nichts geändert hat.
Soll die also doch lieber Freiberuflerin bleiben,-
aber dann mit einem klaren Profil
erfolgversprechender als bisher?

März 2010,
sechs Monate nachdem
letzten Coaching-Gespräch -
Angelika Nikivor
sitzt in einer Besprechung
mit einem Auftraggeber.
Es geht um ein Großprojekt
in Hamburg-Altona
150.000 Quadratmeter Gebäudefläche
sollen in puncto Nachhaltigkeit
zertifiziert werden.
Angelika Nikivor
hat ein Angebot gemacht-
und den Zuschlag bekommen.

Sie will Freiberuflerin bleiben,
dafür hat sie sich
nach den Coachinggesprächen
entschieden.
Doch sie möchte
nicht mehr allein arbeiten
und hat deshalb eine Kollegin
mit ins Boot geholt.
„Nun bin ich gespannt,
wie sich die neue Zusammenarbeit
an dem Projekt entwickelt,
sagt sie.
„Gleichzeitig merke ich,
dass das erst der Anfang ist.
Ich will mit meiner Arbeit
etwas bewegen.
Zukunft gestalten.“
Darin habe sie das Coaching bestärkt.
„Dies ist der erste Auftrag,
der hundertprozentig
meinen Vorstellungen entspricht.“

Es kann manchmal
mühsam sein
herauszufinden,
wer wir sind und
was in uns steckt.

Die Kunst der Entdeckung-
Der Coach ebenso
wir der Bildhauer
ist ein Künstler,
der in und mit
Menschen bzw. Material
bilden, umbilden.
Der Vergleich liegt nahe:
Die Auseinandersetzung
mit dem Menschen bzw. dem Stoff
ist immer wieder
eine neue Herausforderung,
denn Menschen
und jedes Material
hat seinen eigenen Charakter
und fordert eine eigene Art
der Behandlung.

Um zu dokumentieren
wie viel Empathie es benötigt,
um zu seinem Kern vorzudringen,
haben Bildhauer, Künstler
der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Steine mit Hammer, Meißel
und Schleifpapier zum Glanz gebracht
und dann mit viel Hingabe
Skulpturen daraus gefertigt.
Diese sind ab März 2010
im Park der Coaching Akademie zu besichtigen.

Lassen sie sich unterstützen.
Die berufliche Laufbahn
ist nicht immer
ein gerader Weg.
Manchmal ist eine Erweiterung
-eine zusätzliche Spezialisierung
angebracht.
Immer wieder wird deutlich,
wie Fach- und Führungskräfte
als Coach oder
Entwicklungshelfer
ihr Glück fanden.
Der Umgang mit Krisen
lässt sich lernen
und die nötige
Widerstandsfähigkeit
trainieren.

Aus dem Newsletter vom 24.02.2010

**** Holen wir uns die Goldmedallie! ***

Durch diese Denkanstöße erweitern wir unsere Verhaltensperspektive
und unser Know-How, um persönliche Konfliktsituationen erfolgreich zu meistern.
Mit Glück und Talent alleine machen wir noch keine Karriere.
Meist sind es mehrere Faktoren die uns im Leben voranbringen:
Moral, Respekt und Authentizität zum Beispiel

>Selbstvertrauen
Wenn wir uns darüber klar sind,
wie die Haltung zu uns selbst die Ausstrahlung bestimmt:

Wenn wir auf unsere Stärken vertrauen,
können wir unseren Gesprächspartnern
viel mehr das Gefühl vermitteln,
dass der Job bei uns in guten Händen ist.

Zweifeln wir hingegen an uns oder fühlen wir uns frustriert,
leidet unser Charisma deutlich.

Expertenmeinung:
Sollten wir Zweifel an der Sache oder Unsicherheit überspielen?
Ja, aber es ist auf Dauer anstrengend Souveränität nur vorzutäuschen.
Mehr Sinn hat es die Komponenten auszubauen-
z.B. einen Englischkurs zu belegen, um künftig angstfrei mit
Gesprächs- und Verhandlungspartnern zu diskutieren.

> Hilfsbereitschaft
Wenn wir einem gestressten Kollegen einen Tee aus der Kantine mitbringen
oder einspringen, damit ein Projekt rechtzeitig fertig wird,
fühlen wir uns nicht nur selbst besser,
sondern dienen gleichzeitig auch als Vorbild:
„Wir lernen, indem andere nachmachen“.

Wenn wir selbst hilfreich sind,
können wir also auch auf die Unterstützung
der anderen hoffen.

Studien haben gezeigt:
Wenn ein Einzelner mehr Freundlichkeit und Respekt zeigt,
hat das tatsächlich Auswirkungen auf das Klima im ganzen Team.

Wir behalten dennoch unsere eigenen Interessen im Auge:
Wenn wir Routineaufgaben übernehmen
oder immer als barmherziger Samariter anderen den Vortritt lassen,
kommen wir auf Dauer zu kurz.
Und:
Es ist durchaus legitim, auf unser Engagement aufmerksam zu machen.

Feedback und Anerkennung müssen wir manchmal einfordern.
Solange wir keinem schaden.

Doch wenn wir als Einzelkämpfer auftreten
dürfen wir uns nicht wundern,
wenn uns unsere Kollegen auch so behandeln
und z.B. Insider-Infos nicht teilen.

> Diplomatie
ist die Kunst die Wahrheit nicht zu sagen und
trotzdem nicht zu lügen.

Nicht mehr flunkern, weil ich einen Termin vergessen habe?
Keine Notlügen, wenn ich morgens zu spät war?
Bluffs oder Fantasiegebilde sind oft folgenreicher,
als das Vergehen, dass ich schützen möchte:

Vergessen ist menschlich.
Wenn man uns allerdings beim Lügen erwischt,
geraten wir in den Verdacht, unehrlich zu sein.

Deshalb sollten wir abwägen,
ob wir wirklich eine Ausrede brauchen
oder besser uns lieber entschuldigen.

Expertenmeinung:
Wie ist es?
Darf ich lügen, um Kollegen zu schützen?
Das kann schwere Folgen für uns haben.
Vor allem wenn es um Betrug oder Diebstahl (Büromaterial) geht,
dürfen wir uns nicht zum Komplizen machen lassen -
das wäre sogar strafbar.

Üben wir Diplomatie:
Anklagen und Vorwürfe kommen nie gut an.
Wenn es wichtig für uns ist und die Form stimmt,
formulieren Sie lieber eine ICH-Botschaft:
„Ich habe den Eindruck,
Sie sind enttäuscht von meiner Leistung,
und ich weiß nicht, warum.“
oder
Ich äußere einen Wunsch:
„Ich würde beim nächsten Mal gerne Folgendes machen.“

> Intrigen vermeiden
80 Prozent der Arbeitnehmer denken,
dass sie zu wenig verdienen.
Ob sie objektiv unterbezahlt sind,
lässt sich mit einer Online-Datenbank (z.B. lohnspiegel.de) überprüfen.
Wenn ja, verhandeln Sie mit ihren Vorgesetzten.
Ansonsten sollten Sie sich eingestehen,
dass Sie neidisch auf die Bezahlung-
vielleicht auch auf den Posten
oder das Ansehen des anderen sind.
„Es ist menschlich, sich zu vergleichen
und sich an Status und Erfolg der Kollegen zu orientieren.“

Empfehlung:
„Statt ewig damit zu hadern,
müssen wir das Thema dann aber geistig abhaken
und uns eigene Ziele stecken.“

> Zufriedenheit
hängt mit Dankbarkeit zusammen:
„Wenn wir nur das sehen, was wir haben wollen,
können wir nicht schätzen, was wir haben.“

Hier nun eine kleine Prüffrage:
Ist es okay, wenn ich mir auf Kosten der Kollegen
einen Vorteil verschaffe?
Nein!
Selbst wenn es im Job nicht gerecht zugeht,
ist das keine Rechtfertigung für Intrigen:
Klar dürfen wir mit Kollegen konkurrieren-
aber wenn wir fair bleiben,
können wir den Erfolg nachher besser genießen.

Taktvoll auftreten, souverän wirken,
sich in jeder Situation zurechtfinden,
„miteinander harmonisch leben.
Wer möchte das nicht?

Die Zauberformel dafür lautet:
• Aufrichtigkeit
• Bescheidenheit
• Ehrlichkeit
• Fairness
• Geduld
• Gerechtigkeit
• Gleichberechtigung
• Großzügigkeit
• Gewaltlosigkeit
• Hilfsbereitschaft
• Höflichkeit
• Leistungsbereitschaft
• Moral
• Nachsicht
• Redlichkeit
• Selbständigkeit
• Toleranz
• Verantwortungsbewusstsein
• Wahrheit
• Zivilcourage
• Zuverlässigkeit

und auch Respekt gegenüber den Mitmenschen
ergibt soziale Kompetenz -
ein echter Karrierefaktor.

Nur zu oft hängen Beziehungen oder auch Karrieren an Kleinigkeiten.

> Loyalität
ist wichtig,
weil dadurch auch der Sinn der Arbeit definiert wird-
letztlich trifft es einen meistens selbst,
wenn man der Firma schadet.
Wer erwischt wird,
wie er wochenlang krankfeiert
oder Konkursgerüchte über den Betrieb streut,
tut sich keinen Gefallen.
Sogar wenn man später die Firma wechselt,
können einem solche Verfehlungen anhaften.
Als Selbständiger ist man zwar keiner
fremden Firmenphilosophie verpflichtet.
Im Umgang mit Kunden können aber ähnliche Probleme entstehen-
etwa wenn man für lukrative Aufträge die eigenen Vorstellungen revidieren muss.


> Mit Einfühlungsvermögen/Empathie
die eigene Sichtweise ändern.
Wenn wir mit einem/er Kollegen/in aneinandergeraten
oder uns respektlos behandelt fühlen,
mangelt es uns oftmals an Empathie:
„Um nachzuvollziehen, was hinter dem Verhalten
unseres Gegenübers steckt,
sollten wir das Problem aus seiner Sicht betrachten.“

Das bedeutet nicht,
dass wir die Einstellung teilen müssen:
Wir können die Handlung verstehen und trotzdem verurteilen.
Es fällt uns aber leichter,
angemessen darauf zu reagieren-
etwa, wenn sich ein Kunde sehr unhöflich beschwert.

Expertenmeinung:
Die persönliche Meinung müssen wir nicht aufgeben,
wenn die Mehrheit anders denkt.
Aber wenn der Chef Ihren Vorschlag ablehnt
oder ein Beschluss im Team gefasst würde,
leidet der Ablauf, wenn wir streiken.
Die Argumente sind uns unklar?
Dann lassen wir uns erklären,
wie die Entscheidung zustande kam.
Setzten wir uns in Gedanken auf den Stuhl unseres Gegenübers.
Wenn wir so unsere Perspektive wechseln,
haben wir mehr Durchblick.

> Das Wochenende gehört mir.
Vielen Selbständigen und Ehrgeizigen fällt es schwer,
Job und Freizeit zu trennen.
„Wenn wir gar nicht abschalten,
schaden wir uns in doppelter Hinsicht.“
Zum einen leidet die Gesundheit,
zum anderen werden Einbußen bei der Leistung sichtbar.
Wir verlieren den Überblick,
verzetteln uns in Details und machen Fehler.
Für Korrekturen sind meist weitere Extraschichten fällig.
Am Ende steht das Burn-out.
Also: lieber am Freitag länger bleiben
als Arbeit mit nach Hause nehmen
und am Wochenende keinen Freizeitstress veranstalten,
sondern Mußestunden reservieren.

Expertenmeinung:
Aufgaben, die uns weiterbringen,
fordern Sondereinsätze.
Wenn wir ein Spezialprojekt angehen,
sollten wir andere Tätigkeiten delegieren
das wirkt nicht faul, sondern professionell

> Unangenehme Aufgaben
können eine Chance sein.
Kennen Sie den Fluchreflex?
Es gibt Situationen im Beruf und im privaten Leben,
da möchten wir den Kopf in den Sand stecken.
Nur nicht!
„Finden wir heraus, welches Grundmuster
hinter dem Problem steckt“,
• Woher kommen solche Situationen?
• Welche Gefühle lösen sie aus?
• Was müsste passieren, um das Problem zu lösen?
und
• Was können wir lernen, um die Situation zu bewältigen?

Wenn uns bewusst wird, wo genau unsere Schwächen liegen,
entdecken wir neue Möglichkeiten zur Entwicklung.

> Lebe begeistert
Was fehlt uns zur Verwirklichung unseres Traums?
Geld, Sinn, Spaß,
interessante Aufgaben oder nette Kollegen?
Fast jede Arbeit bietet von allem ein bisschen-
es sollte auf die Mischung ankommen
und nicht auf ein einzelnes Motiv.

Sprechen wir doch mal mit jemandem,
dessen Karriere wir bewundern;
Vielleicht würde der Vielverdiener auch gerne
seine Arbeitszeit so flexibel gestalten können wie wir.

Expertenmeinung:
Job-Wechsel?
Nur wenn wir sicher sind,
dass unser Frust nichts mit den normalen Strukturen der Arbeitswelt zu tun hat,
sondern nur mit der Stelle an sich.
Ansonsten sollten wir den Vorsatz fassen,
das Beste aus unserem Job zu machen-
mit reinem Gewissen und gutem Gefühl.
Da mache ich mit!

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Ihr persönlicher Wegweiser für diese Woche


Bettina Hecht
» Bettina Hecht
Organisation und Kundenbetreuung «

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