Glossar: Coaching von A-Z zum Download
A
Ambivalenz
Das Nebeneinander von gegensätzlichen Gefühlen, Wünschen und Werten Es können „Sowohl/Als auch“-Positionen nebeneinander existieren und akzeptiert werden. Diese Unentschiedenheit kann bei Personen zu inneren Konflikten führen oder zur Unfähigkeit, Entscheidungen eindeutig zu treffen.
Assoziieren
Eine Situation/eine Erfahrung aus dem eigenen Körper heraus erfahren, es ist das emotionale Erleben einer Situation, intensiv und konzentriert. Wenn ich mich über etwas intensiv freue oder wenn ich sehr verärgert bin, dann bin ich assoziiert. Gegenteil ist: Dissoziiert sein (s. u. )
Aufmerksamkeit
Zahlreiche unterschiedliche Reize stimulieren fast permanent unsere Sinnesrezeptoren. Können wir diese Reize auch gleichzeitig verarbeiten? Nein, wir sind gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Die verschiedenen Möglichkeiten, diese Auswahl zu treffen, werden unter dem Begriff Aufmerksamkeit zusammengefasst. Je mehr Emotionen mit einer Wahrnehmung/Reiz verknüpft sind, umso leichter fällt es uns, unsere Aufmerksamkeit darauf zu richten. Unsere Wünsche, Bedürfnisse, Werte und Interessen spielen daher bei der Entstehung und Verteilung der Aufmerksamkeit eine große Rolle.
Auftragsklärung
Grundlage für gegenseitiges Vertrauen und verlässliche Zusammenarbeit im Coaching sind eindeutige und transparente Regelungen. In einem Auftragsklärungsprozess werden festgelegt: Formulierung der Ziele (messbar formuliert), zeitlicher Rahmen des Coachings, Rechnungslegung, Vertraulichkeiten, Methoden, Inhalte, konkretes Vorgehen, Evaluation
B
Beziehungsebene
„Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt, wobei Letzterer den Ersteren bestimmt“. Diesen Grundsatz hat Paul Watzlawick aufgestellt und damit den hat den Begriff Beziehungs- und Sachebene in die Kommunikationstheorie eingeführt.
Das bedeutet, dass die Art der Beziehung von zwei Kommunikationspartnern entscheidend dafür ist, ob ein gegenseitiges Verständnis möglich ist. Eine Verbesserung der Beziehungsebene kann helfen, Sachkonflikte zu lösen.
C
Coachee
Der Begriff „Coachee“ steht für die gecoachte Person (analog „Trainer“ und „Trainee“). Da diesem Begriff die Wertschätzung fehlt und dem Gedanken der „gleichberechtigten Parteien“ im Coaching entgegensteht, hat er sich nicht durchsetzen können
Coaching-Werkzeuge
Alle Methoden und Techniken, Instrumente und Modelle, die der Coach in der Coachingarbeit anwendet.
Dissoziiert
Bezeichnet einen inneren Abstand/innere Distanz eines Menschen in einer bestimmten Situation. Im Gegensatz zu einem assoziierten Zustand,in dem ich die Situation in vollem Gefühl erlebe, bleibe ich in einem dissoziierten Zustand emotional unberührt. Er ermöglicht es, neutral eine Situation zu betrachten. Im Sinne einer Selbststeuerung kann es in bestimmten Situationen hilfreich sein, aus dem assoziierten Zustand in den dissoziierten Zustand zu wechseln
E
Emotionale Intelligenz
Emotionale Intelligenz ist ein Sammelbegriff für Persönlichkeitseigenschaften und Fähigkeiten, die den Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen betreffen. Hierzu zählen Einfühlungsvermögen, angemessenes Sozialverhalten und allgemeine kommunikative Fähigkeiten (Emotionen des anderen wahrnehmen, zu verstehen und entsprechend damit umzugehen).
Evaluation
Evaluation bedeutet die systematische Untersuchung von Qualität/Nutzen von Maßnahmen und meint hier die Kontrolle von Trainingsmaßnahmen und Therapien., insbesondere wird der Begriff eingesetzt für die Kontrolle von Bildungsmaßnahmen sowie Maßnahmen im Gesundheitsbereich.
F
Feedback
Im systemischen Ansatz des Coachings ist der Begriff „Feedback“ ein Schlüsselbegriff. Die konkrete Rückmeldung hilft, Fremd- und Eigenbild abzugleichen und das Verhalten passend zu verändern. Ein Feedback kann wertschätzend oder kritisch formuliert sein, es sollte sich auf messbares/konkretes Verhalten beziehen und direkt, unmittelbar und konstruktiv gegeen werden.
Filter
Wahrnehmungsfilter gestalten unsere individuelle Realität, indem sie selektieren, welche Wahrnehmungen/Reize wir in welcher Form weiterverarbeiten. Die Verwendung der Filter erklärt, warum verschiedene Menschen ein und dieselbe Situation verschieden wahrnehmen können. Wir unterscheiden in diesem Zusammenhang zwischen neurologischen, sozialen und individuellen Filtern der Wahrnehmung.
Neurologische Filter sind vorgegeben durch das Nervensystem (z. B. können wir Menschen keine Ultraschallwellen wahrnehmen)
Soziale Filter sind gesetzt durch die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, zu einer Religionsgemeinschaft, zu einer Nation. Sie beziehen sich auf Sprache und Schrift, auf die Struktur der Gesellschaft, auf Rituale und
Individuelle Filter gelten nur für den Einzelnen und werden bestimmt durch innere Einstellungen, Werte und Überzeugungen, die wir aufgrund von persönlichen Erfahrungen gebildet haben.
Ihr persönlicher Wegweiser für diese Woche


